Per Schlagwortsuche sind in der Rechtsprechungsdatenbank NRWE (https://nrwesuche.justiz.nrw.de/) Entscheidungen der nordrhein-westfälischen Gerichte abrufbar. Anonymisiert finden sich dort Details zu Tathergängen und zu den vor Gericht erfragten Lebensumständen von Angeklagten und Geschädigten. Veröffentlicht werden diejenigen Urteile, die "für die Öffentlichkeit von Wichtigkeit" sind. Suse Itzel hat sich mit Prozessen aufgrund von Sexuellem Missbrauch beschäftigt. „Was das Gericht also leistet, ist die Situierung der Tat und des Täters in der Ordnung der Sprache.“, schrieb die Medientheoretikerin Cornelia Vismann. Als Künstlerin und als Überlebende nähert Suse Itzel sich dem Gericht stets mit Sehnsucht und Sorge.
Der visuelle Part der Rauminstallation, dem sich die Besucher*innen nähern können, ohne sofort von Grausamkeiten überwältigt zu werden, wird durch einen gesprochen Text ergänzt, der in der Ausstellung über Kopfhörer zu hören ist: „In den Urteilen suche ich mich als Möglichkeit. ‚Auszüge aus Urteilen - könnte ich das gewesen sein‘ heißt meine Datei.“
03.06.2026 Finissage & Ausstellungsgespräch mit Kathrin Röggla