Contemporary Digital Collage by Ezekiel
Der in Köln lebende Künstler, DJ und Kulturveranstalter zeigt erstmals eine Auswahl aus seinem 2026 entstandenen Zyklus „Mo’ Money“. In Köln ist Ezekiel unter anderem als Mitinitiator des Art Bazaar und als Veranstalter des unabhängigen Odonia Noire Festivals für elektronische Musik aktiv.
Ezekiel verwendet auch in dieser Serie Drucke auf Acrylglas als Medium seiner Wahl. Die glatte, glänzende Oberfläche verstärkt die visuelle Kälte und mediale Direktheit der Motive: Geldscheine, religiöse und politische Gesten, Inszenierungen von Macht, Konsum, Überwachung, Ausbeutung, Kontrolle und Katastrophe überlagern sich zu einer Bildwelt, die gleichermaßen plakativ wie irritierend wirkt.
„Mo’ Money“ betrachtet Geld als Brennstoff gesellschaftlicher Dynamiken. Alles steht unter dem Vorzeichen von Verwertung, Profit und Sichtbarkeit. Geld erscheint in Ezekiels Arbeiten nicht als neutrales Tauschmittel - vielleicht war es das nie - sondern als allgegenwärtige Bildfläche: Es liegt hinter politischen Ritualen, hinter Glamour und Social-Media-Selbstinszenierung, hinter staatlicher Gewalt, ökologischer Zerstörung und religiöser Autorität.
Formal bewegen sich die Arbeiten zwischen digitaler Collage und posterisierter Bildästhetik. Die Motive wirken auf den ersten Blick klar, farbig und zugänglich. Bei genauerem Hinsehen entfalten die Bilder Perspektiven auf Macht, Abhängigkeit und gesellschaftliche Schieflagen. Die reduzierte Farbigkeit, harten Flächen und grafischen Kontraste erzeugen Distanz - und genau dadurch eine neue Schärfe.
„Mo’ Money“ ist eine visuelle Bestandsaufnahme. Die Arbeiten zeigen keine einfachen Antworten. Sie setzen Reize, Reibung und Widersprüche.